Ein Gerät ohne Fernbedienung, Ladekabel oder Netzteil ist fast nie wertlos. Meistens ersetzen Sie das fehlende Teil durch eine App, ein Standardkabel oder ein günstiges Ersatzteil. Danach arbeitet das Gerät wie am ersten Tag. Prüfen Sie vorher drei Dinge: Was fehlt genau? Welche technischen Werte braucht das Ersatzteil? Und rechnet sich der Weiterbetrieb eines älteren Geräts beim Strom überhaupt? Dieser Ratgeber zeigt das Schritt für Schritt, vom Fernseher ohne Fernbedienung bis zum alten Kühlschrank im Keller.
Kurz gesagt
- Fehlt die Fernbedienung, steuern Sie viele Fernseher über die kostenlose Hersteller-App, über die Tasten am Gerät oder mit einer Universalfernbedienung.
- Bei fehlenden Ladegeräten zählen Spannung, Stromstärke und Stecker. Stimmen diese drei Werte, können Sie oft ein vorhandenes USB-C-Netzteil nutzen.
- Seit dem 31. Juli 2026 gilt in Deutschland das neue Recht auf Reparatur. Für viele Gerätegruppen müssen Hersteller Ersatzteile über Jahre liefern.
- Ein Kühlschrank, der älter als zehn Jahre ist, kann im Jahr rund 84 Euro mehr Strom kosten als ein sparsames Gerät. Bei alten Großgeräten lohnt sich deshalb eine Messung.
- Unvollständige B-Ware ist oft der günstigste Weg zu einem hochwertigen Markengerät, wenn sich das fehlende Teil leicht ersetzen lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Was „ohne Zubehör“ beim Kauf wirklich heißt
- Fernseher ohne Fernbedienung bedienen
- Ladegerät, Netzteil oder Kabel fehlt
- Fehlende Kleinteile: Ersatzteile, Reparatur, 3D-Druck
- Lohnt sich der Weiterbetrieb? Stromverbrauch von Altgeräten
- Unser Blick auf Geräte ohne Originalzubehör
- Geprüfte Einzelstücke bei Best-Price-Garant
- Häufige Fragen
- Quellen
Was „ohne Zubehör“ beim Kauf wirklich heißt
Im Handel mit B-Ware und geprüften Rückläufern steht oft der Zusatz „unvollständig“. Gemeint ist: Das Gerät selbst funktioniert, aber etwas aus dem Originalkarton fehlt. Das kann eine Bedienungsanleitung sein, ein Ladekabel, eine Wandhalterung, eine Düse beim Staubsauger oder das Kabel für den Betrieb im Auto.
Bei uns steht dieser Hinweis direkt im Produktnamen, zusammen mit dem Zustand. Ein Beispiel ist der Rowenta Akku-Staubsauger im Zustand „Gut, unvollständig“, ein anderes der Enventor Mini-Kühlschrank mit 10 Litern im Zustand „Sehr gut, unvollständig“. Beide Geräte erfüllen ihre Hauptfunktion. Was fehlt, lesen Sie vor dem Kauf in der Beschreibung.
Für Sie als Käufer stellen sich damit drei Fragen:
- Brauche ich das fehlende Teil überhaupt? Eine Wandhalterung für den Akku-Sauger ist praktisch, aber nicht nötig. Die Anleitung gibt es fast immer als PDF auf der Website des Herstellers.
- Habe ich es schon zu Hause? USB-Kabel, Netzteile und Batterien liegen in vielen Haushalten in der Schublade.
- Was kostet der Ersatz, und wie leicht bekomme ich ihn? Ist der Preisvorteil größer als die Kosten für das Ersatzteil, ist die unvollständige Variante die bessere Wahl.
Wie Sie einschätzen, ob ein Angebot für gebrauchte oder aufbereitete Ware seriös ist, erklären wir im Beitrag Seriöse B-Ware-Shops erkennen. Den Unterschied zwischen generalüberholter Ware und B-Ware finden Sie in unserem Artikel über die Bedeutung von Refurbished.
Fernseher ohne Fernbedienung bedienen
Die Fernbedienung ist das Zubehör, das am häufigsten verloren geht, kaputtgeht oder bei gebrauchten Geräten fehlt. Bevor Sie eine neue bestellen, probieren Sie die Wege, die nichts kosten.
Die App des Herstellers
Viele TV-Hersteller wie Samsung, LG, Sony und Philips bieten offizielle Smartphone-Apps, die die Fernbedienung ersetzen. Voraussetzung: Fernseher und Smartphone sind im selben WLAN, oder der Fernseher hängt per Netzwerkkabel am Router. Beim ersten Koppeln bestätigen Sie meist einen Code, der auf dem Bildschirm erscheint. Danach schalten Sie Sender um, regeln die Lautstärke und tippen Suchbegriffe bequem über die Handytastatur ein.
Einen Haken gibt es: Ist der Fernseher ganz neu oder auf Werkseinstellungen zurückgesetzt, hat er noch keine WLAN-Verbindung. Dann hilft die nächste Lösung.
Die Tasten am Gerät
Fast jeder Fernseher hat eine Steuertaste oder einen kleinen Joystick, meist unten an der Rückseite oder unter dem Logo an der Front. Damit schalten Sie ein, öffnen das Menü und wählen die Quelle. Für die Ersteinrichtung und das WLAN-Menü reicht das, auch wenn es mühsam ist. Sobald das Netzwerk steht, übernimmt die App.
Universalfernbedienung oder Original nachkaufen
Wer lieber eine Fernbedienung in der Hand hält, hat zwei Möglichkeiten:
- Original-Ersatz: Suchen Sie nach der Modellnummer. Sie steht auf der Rückseite der alten Fernbedienung oder im Menü des Fernsehers. Das Original passt sicher, ist aber oft die teurere Variante.
- Universalfernbedienung: Sie wird über eine Codeliste oder einen automatischen Suchlauf auf Ihr Gerät eingestellt. Für Ein, Aus, Lautstärke und Programm genügt das meist. Spezielle Tasten für Streamingdienste oder Smart-TV-Menüs funktionieren nicht immer.
Ein Tipp vor dem Nachkauf: Wechseln Sie die Batterien der alten Fernbedienung und testen Sie sie mit der Handykamera. Viele Smartphone-Kameras zeigen das Infrarotlicht beim Tastendruck als schwaches Flackern. Flackert es, liegt der Fehler eher am Fernseher oder an der Sichtverbindung.
Andere Geräte mit Fernbedienung
Das gilt auch jenseits des Fernsehers. Soundbars, Streaming-Boxen, Klimageräte und Heizlüfter lassen sich häufig über Tasten am Gehäuse bedienen. Smarte Lampen, etwa von Philips Hue, können Sie ohne Bridge oft direkt per Bluetooth mit dem Smartphone steuern. Die Bridge brauchen Sie erst, wenn Sie viele Lampen vernetzen oder von unterwegs schalten wollen.
Ladegerät, Netzteil oder Kabel fehlt
Ein fehlendes Ladegerät klingt nach einem großen Problem, ist aber meist das kleinste. Viele Geräte laden heute über USB-C, und ein passendes Kabel oder Netzteil liegt oft schon im Haushalt. Stecken Sie aber nicht einfach irgendein Netzteil an, sondern vergleichen Sie vorher drei Angaben.
Die drei Werte, die passen müssen
Auf dem Typenschild des Geräts oder in der Anleitung steht, was es braucht. Das Ersatznetzteil muss dazu passen:
| Angabe | Worauf Sie achten | Was passiert, wenn es nicht passt |
|---|---|---|
| Spannung (Volt, V) | Muss genau gleich sein | Zu hoch kann das Gerät beschädigen, zu niedrig startet es nicht |
| Stromstärke (Ampere, A) oder Leistung (Watt, W) | Netzteil darf gleich viel oder mehr liefern | Ein zu schwaches Netzteil wird heiß oder lädt kaum |
| Stecker und Polung | Form, Durchmesser und Plus/Minus-Belegung gleich | Falsche Polung kann die Elektronik zerstören |
Bei USB-C ist es einfacher, weil sich Netzteil und Gerät über die Ladeleistung abstimmen. Ein stärkeres USB-C-Netzteil lädt ein Smartphone also nicht „zu stark“. Bei Laptops und Akku-Werkzeugen mit eigenem Rundstecker oder Akkuschacht gilt dagegen: Nutzen Sie nur Netzteile und Ladegeräte, die der Hersteller für das Modell freigibt.
Günstige Helfer für den Alltag
Für Smartphones, Kopfhörer und kleine Geräte reichen oft ein solides Kabel und ein Adapter. In unserem Shop finden Sie zum Beispiel ein USB-C-Ladekabel von Amazon Basics im Zustand „Wie neu“ oder ein Dreierpack USB-C-Adapter von EDIESI, mit dem Sie vorhandene Kabel an neue Anschlüsse anpassen. Wer unterwegs ohne Steckdose laden muss, nutzt eine Powerbank wie die Energizer U506S mit 5000 mAh.
Beim Mini-Kühlschrank für Auto und Camping lohnt der Blick auf beide Anschlüsse: Geräte für 220 V Wechselstrom und 12 V Gleichstrom brauchen für den Zigarettenanzünder im Auto ein anderes Kabel als für die Steckdose. Fehlt eines davon, nutzen Sie das Gerät zunächst mit dem vorhandenen Anschluss und besorgen das zweite Kabel passend zur Modellangabe.
Wo Sicherheit vor Sparen geht
Ein beschädigtes Kabel, ein verschmorter Stecker oder ein Netzteil, das nach Plastik riecht, wird nicht repariert, sondern ersetzt. Der VDE warnt ausdrücklich davor, Geräte mit Fehlfunktionen oder beschädigten Leitungen unsachgemäß selbst zu reparieren, weil das Brand- und Stromschlaggefahr bedeutet. Sieht die Anleitung keine Eigenreparatur vor, bringen Sie das Gerät zu einer Elektrofachkraft oder in eine Fachwerkstatt. Das gilt besonders für alles, was direkt an 230 Volt hängt: Heizlüfter, Wasserkocher, Kühlschränke. Akkus, die sich aufblähen, nehmen Sie sofort außer Betrieb und geben sie an einer Sammelstelle für Altbatterien ab.
Fehlende Kleinteile: Ersatzteile, Reparatur, 3D-Druck
Manchmal fehlt kein Kabel, sondern ein Bauteil: der Filter im Staubsauger, die Schublade im Kühlschrank, ein Deckel, eine Halterung. Hier hat sich 2026 rechtlich einiges zu Ihren Gunsten geändert.
Das neue Recht auf Reparatur
Seit dem 31. Juli 2026 gilt in Deutschland das neue Recht auf Reparatur. Für bestimmte Produktgruppen, darunter Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher und Smartphones, haben Sie einen Reparaturanspruch gegenüber dem Hersteller. Laut Verbraucherzentrale müssen Hersteller Ersatzteile innerhalb von 15 Werktagen liefern und dürfen unabhängige Reparaturen nicht behindern. Wie lange Teile je nach Produktgruppe verfügbar sein müssen, listet das Europäische Verbraucherzentrum zu Ersatzteilpflichten auf: Je nach Gerät sind es sieben bis zehn Jahre.
Für Sie heißt das: Die fehlende Schublade oder das Türfach für einen Markenkühlschrank bekommen Sie in vielen Fällen über den Kundendienst des Herstellers. Notieren Sie dafür die genaue Modellnummer vom Typenschild, meist innen an der Seitenwand oder hinter dem Gemüsefach.
Gedruckte Teile sind kein Notbehelf mehr
Die EU-Richtlinie 2024/1799, auf der das Reparaturrecht beruht, nennt Ersatzteile aus dem 3D-Druck ausdrücklich und schützt freie Werkstätten. Hersteller dürfen solche Reparaturen nicht blockieren. Für Clips, Abdeckungen, Knöpfe oder Halterungen ist das eine echte Option.
Wer selbst keinen Drucker hat, findet Hilfe im Repair-Café. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern rät, kleine Elektrogeräte wie Toaster, Wasserkocher, Kopfhörer oder Staubsauger nicht vorschnell zu entsorgen, und verweist auf Repair-Cafés, die fehlende Kleinteile oft nachdrucken. Repair-Cafés gibt es in vielen deutschen Städten, meist mit ehrenamtlichen Helfern und festen Terminen im Monat.
Bemerkenswert ist, wie selten diese Wege genutzt werden: Nach einer Umfrage des ZVEI entscheiden sich drei Viertel der Verbraucher bei Defekten eher für den Ersatz als für die Reparatur. Mit dem neuen Recht dürfte sich die Rechnung für viele Geräte ändern.
Lohnt sich der Weiterbetrieb? Stromverbrauch von Altgeräten
Wer ein Gerät ohne Zubehör weiternutzt, spart Geld und Ressourcen. Bei Großgeräten mit hohem Dauerverbrauch kann die Rechnung aber kippen. Am deutlichsten zeigt sich das beim Kühlschrank, der rund um die Uhr läuft.
Der alte Kühlschrank
Ein Kühlschrank, der älter als zehn Jahre ist, verbraucht nach einer Beispielrechnung von Verivox über 300 kWh im Jahr, ein neues Gerät der Klasse B nur etwa 90 kWh. In Euro sind das rund 120 Euro gegenüber 36 Euro, also etwa 84 Euro Ersparnis pro Jahr. Über die typische Lebensdauer eines Kühlschranks summiert sich das deutlich.
So prüfen Sie Ihr eigenes Gerät:
- Strommessgerät zwischen Stecker und Steckdose stecken. Solche Zwischenstecker gibt es günstig im Handel, mancherorts kann man sie auch ausleihen.
- Mindestens 24 Stunden messen, besser eine ganze Woche. Der Kompressor läuft in Intervallen, und jedes Öffnen der Tür beeinflusst den Verbrauch.
- Auf ein Jahr hochrechnen: Tageswert in kWh mal 365.
- Mit Ihrem Strompreis multiplizieren. Der Wert steht auf Ihrer letzten Stromrechnung in Cent pro kWh.
- Mit dem Etikett eines neuen Geräts vergleichen. Die Angabe in kWh pro Jahr steht auf dem EU-Energielabel.
Bevor Sie austauschen, prüfen Sie die einfachen Dinge: Ist die Türdichtung intakt? Läuft der Kühlschrank auf einer mittleren Stufe statt auf der kältesten? Steht er neben Herd oder Heizung? Auch ein vereistes Gefrierfach abzutauen senkt den Verbrauch.
Übrigens hängt auch beim Kühlschrank manches Zubehör direkt am Komfort. Ein Samsung-Wasserfilter als Ersatz hält zum Beispiel den Wasserspender eines Side-by-Side-Geräts in Betrieb, ohne dass Sie das ganze Gerät ersetzen müssen.

Standby und Leerlauf
Neben dem Kühlschrank verbrauchen viele kleine Geräte Strom, wenn sie scheinbar aus sind. Das Umweltbundesamt beschreibt diese Leerlaufverluste als Energie, die Geräte verbrauchen, ohne ihre eigentliche Funktion zu erfüllen. Der Schleichverbrauch summiert sich in deutschen Haushalten auf rund 210 bis 360 kWh im Jahr. Bei 37,0 Cent pro kWh sind das etwa 78 Euro in einer Zweipersonenwohnung bis 134 Euro im Einfamilienhaus.
Typische Kandidaten sind Netzteile, die dauerhaft in der Steckdose stecken, ältere Fernseher und Receiver, Spielkonsolen im Schnellstartmodus, Drucker, Router und Kaffeevollautomaten mit Warmhaltefunktion.
Gleichzeitig wird der Effekt oft überschätzt. Für moderne Geräte gilt seit 2013 eine EU-weite Grenze, sie brauchen im Standby meist unter 1 Watt. Hartes Abschalten ist zudem nicht immer klug: OLED-Fernseher führen im Standby Pflegeprozesse für das Display durch, und Smart-Home-Komponenten müssen nach einer Trennung oft neu gekoppelt werden. Eine schaltbare Steckerleiste lohnt sich deshalb vor allem für ältere Geräte und für Ecken mit vielen Netzteilen.
Unser Blick auf Geräte ohne Originalzubehör
Wir prüfen jeden Artikel einzeln, bevor er in den Shop kommt, und schreiben den Zustand offen dazu: von „Neu“ über „Wie neu“, „Sehr gut“ und „Gut“ bis „Defekt“. Fehlt etwas aus dem Originallieferumfang, steht „unvollständig“ im Namen. Das machen wir, weil gerade dieser Hinweis viele Käufer abschreckt, die eigentlich ein sehr gutes Geschäft machen würden.

Unsere Erfahrung aus der Prüfung: Das fehlende Teil ist meist das, was sich am leichtesten ersetzen lässt. Ein Kabel, ein Adapter, eine Anleitung als PDF. Entscheidend ist der Kern des Geräts, also Motor, Akku, Display oder Kompressor, und genau den schauen wir uns an. Wer ein Standardteil selbst ergänzt, bekommt ein Markengerät deutlich günstiger und sorgt dafür, dass ein funktionierendes Einzelstück nicht im Müll landet.
Unser Rat: Lesen Sie die Beschreibung genau, vergleichen Sie das fehlende Teil mit dem, was Sie schon besitzen, und rechnen Sie den Ersatz ehrlich mit. Geht die Rechnung auf, ist die unvollständige Variante oft die klügste Wahl im ganzen Sortiment.
— Clive
Geprüfte Einzelstücke bei Best-Price-Garant
Sie suchen ein Gerät, das sich auch ohne komplettes Zubehör sofort nutzen lässt? In unserem Shop finden Sie geprüfte Markenartikel aus Haushalt und Küche, Technik, Wohnen und Deko sowie Freizeit und Familie, jeweils mit klar benanntem Zustand. Ein Beispiel für sparsames Zubehör ist die LED-Kerzenlampe E14 in Warmweiß im Zustand „Wie neu“, mit der Sie alte Leuchtmittel ersetzen. Wer ohne lästiges Kabel saugen möchte, greift zum kabellosen Cecotec-Stielstaubsauger. Bezahlen können Sie per PayPal, Klarna oder Vorkasse, und ab 55 Euro Bestellwert liefern wir versandkostenfrei. Das gesamte Sortiment sehen Sie auf der Startseite von Best-Price-Garant.
Häufige Fragen
Kann ich einen Fernseher ganz ohne Fernbedienung einrichten?
Ja, über die Tasten oder den Joystick am Gerät, meist an der Unterseite oder Rückseite. Damit erreichen Sie das Menü und die WLAN-Einstellungen. Danach übernimmt die kostenlose App des Herstellers alle Funktionen der Fernbedienung.
Darf ich ein fremdes Netzteil für mein Gerät verwenden?
Ja, wenn Spannung, Stecker und Polung genau übereinstimmen und das Netzteil mindestens die nötige Stromstärke liefert. Bei USB-C stimmen Gerät und Netzteil die Leistung selbst ab. Bei Laptops und Akku-Werkzeugen sollten Sie nur Netzteile verwenden, die der Hersteller für das Modell freigibt.
Welche Rechte habe ich bei einem unvollständigen B-Ware-Artikel?
Auch bei B-Ware gilt grundsätzlich die gesetzliche Gewährleistung. Ein vor dem Kauf klar beschriebener Mangel, etwa das fehlende Zubehör, ist aber Teil der Vereinbarung und kein Reklamationsgrund. Was die Gewährleistung von einer Herstellergarantie unterscheidet, erklären wir in unserem Beitrag Garantie vs. Gewährleistung.
Ab wann lohnt sich der Austausch eines alten Kühlschranks?
Messen Sie den Verbrauch mit einem Strommessgerät über mindestens einen Tag und rechnen Sie ihn aufs Jahr hoch. Liegt er deutlich über dem Wert eines neuen Geräts auf dem Energielabel, sparen Sie mit dem Austausch oft viele Euro im Jahr. Funktioniert das alte Gerät und ist es sparsam, nutzen Sie es weiter.
Quellen
- Verbraucherzentrale: Recht auf Reparatur seit 31. Juli 2026
- Europäisches Verbraucherzentrum: Ersatzteile und Bereitstellungspflichten
- klamm.de: Ersatzteile aus dem 3D-Druck im EU-Reparaturrecht
- Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern: Reparatur kleiner Elektrogeräte
- ZVEI: Verbraucher entscheiden sich bei Defekten mehrheitlich für den Ersatz
- VDE: Elektrogeräte im Alltag
- screen.de: Fernseher ohne Fernbedienung bedienen
- Verivox: Stromverbrauch beim Kühlschrank messen und berechnen
- Umweltbundesamt: Leerlaufverluste
- Fred’s Bauanleitungen: Schleichverbrauch von Standby-Geräten aufspüren
- t-online: Ausschalten statt Standby spart kaum Geld
