Ein gebrauchter Monitor ist oft eines der vernünftigsten Technik-Schnäppchen überhaupt. Ein Bildschirm hat keinen Akku, der altert, und kaum bewegliche Teile. Ob Sie dabei ein gutes Geschäft machen, entscheiden drei Dinge: wie Sie das Panel prüfen, ob der Preis zu Alter und Ausstattung passt und von wem Sie kaufen. Davon hängt ab, welche Rechte Sie haben, wenn doch etwas nicht stimmt. Hier finden Sie eine Prüfliste für den Vor-Ort-Kauf und für Online-Bestellungen, die Rechtslage in Deutschland sowie die Punkte, auf die Sie bei einem gebrauchten Gaming-Monitor zusätzlich achten sollten.
Kurz gesagt
- Prüfen Sie das Bild mit einfarbigen Vollflächen in Weiß, Schwarz, Rot, Grün und Blau. So erkennen Sie Pixelfehler, Flecken und ungleichmäßige Ausleuchtung in wenigen Minuten.
- Lassen Sie den Monitor warmlaufen und testen Sie genau die Anschlüsse, die Sie später nutzen, am besten mit Ihrem eigenen Kabel.
- Kaufen Sie lieber gewerblich als privat, wenn Sie Sicherheit wollen: Beim Online-Kauf vom Händler haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht und mindestens ein Jahr Gewährleistung, privat oft keines von beidem.
- Fürs Gaming sollten es mindestens 120 Hz sein, besser 144 Hz. Bei der Reaktionszeit zählt der GtG-Wert, nicht die Werbeangabe „1 ms“.
- Rechnen Sie den Preis vom aktuellen Neupreis rückwärts, nicht vom damaligen Listenpreis. Ziehen Sie für Alter, Zustand, fehlendes Zubehör und fehlende Absicherung ab.
Inhaltsverzeichnis
- Gebraucht, refurbished, B-Ware: Was Sie eigentlich kaufen
- Die Prüfliste: So testen Sie einen gebrauchten Monitor
- Online kaufen: Worauf Sie bei Fotos, Beschreibung und Zahlung achten
- Ihre Rechte: Händler oder Privatverkauf
- Ist der Preis fair? So rechnen Sie nach
- Gebrauchter Gaming-Monitor: Hertz, Reaktionszeit, Größe
- Wie lange hält ein Monitor noch?
- Unsere Sicht: Transparenz schlägt Schnäppchenjagd
- Zubehör für Ihren Monitor bei Best-Price-Garant
- Häufige Fragen
- Quellen
Gebraucht, refurbished, B-Ware: Was Sie eigentlich kaufen
Im Handel stehen mehrere Begriffe nebeneinander, die gerne vermischt werden. Sie sagen aber Unterschiedliches über Zustand und Absicherung.
Gebraucht heißt nur: Das Gerät hatte schon einen Besitzer. Über Prüfung oder Aufbereitung sagt das Wort nichts.
Refurbished ist enger gefasst. Das Verbraucherportal Bayern beschreibt Refurbished-Geräte als gebrauchte, generalüberholte Produkte, die technisch einwandfrei funktionieren und von professionellen Anbietern gereinigt, geprüft und bei Bedarf repariert wurden. Ausführlicher erklären wir das in unserem Beitrag zu Refurbished: Bedeutung und Unterschiede.
B-Ware und Retouren sind häufig kaum oder gar nicht benutzt. Meist ist die Verpackung geöffnet, ein Karton beschädigt oder ein Zubehörteil fehlt. Für Monitore ist das oft die interessanteste Kategorie, weil das Panel kaum Betriebsstunden hat.
Egal welcher Begriff dasteht: Ein Zustandslabel allein reicht nicht. Die Verbraucherzentrale rät bei Refurbished- und Secondhand-Angeboten, genau nachzusehen, wie die Zustandsklassen definiert sind, welche Qualitätskontrollen stattgefunden haben und welche Garantie- und Rückgabebedingungen gelten. Vorsicht ist auch bei Privatangeboten geboten, die sich selbst „refurbished“ nennen. Der c’t-Redakteur Alexander Spier weist darauf hin, dass seriöse Aufbereiter in größerem Stil arbeiten und eigene Qualitätskontrollen haben.
Die Sorge vor einem Fehlkauf ist verbreitet, in der Praxis aber meist unbegründet. In einer Umfrage der Verbraucherzentrale gaben 91 Prozent der Käuferinnen und Käufer gebrauchter Technik an, gute oder sehr gute Erfahrungen gemacht zu haben.

Die Prüfliste: So testen Sie einen gebrauchten Monitor
Wenn Sie vor Ort kaufen, nehmen Sie sich 15 bis 20 Minuten Zeit. Bringen Sie einen Laptop mit, dazu Ihr eigenes Kabel (HDMI oder DisplayPort, je nachdem, was Sie später nutzen) und einen USB-Stick mit einfarbigen Testbildern. Ein Browser mit einer Pixeltest-Seite reicht notfalls auch.
1. Gehäuse und Display im ausgeschalteten Zustand
Sehen Sie sich den Monitor zuerst ausgeschaltet an und halten Sie eine Lampe oder die Handy-Taschenlampe schräg an die Oberfläche. Im Streiflicht fallen Kratzer, Druckstellen und Risse im Gehäuse viel eher auf als im eingeschalteten Bild. Achten Sie auch auf:
- abgeplatzte Ecken am Rahmen, die auf einen Sturz hindeuten
- gelockerte oder knarzende Gelenke am Standfuß
- intakte VESA-Gewinde auf der Rückseite, falls Sie einen Monitorarm nutzen wollen
- Rückstände von Aufklebern oder Klebeband auf der Displayfläche
2. Bild mit einfarbigen Vollflächen prüfen
Schalten Sie den Monitor ein und zeigen Sie nacheinander Weiß, Schwarz, Rot, Grün und Blau als Vollbild. Damit finden Sie:
- Pixelfehler: dauerhaft leuchtende Punkte auf Schwarz, dunkle Punkte auf Weiß, einzelne farbige Subpixel auf den Farbflächen
- Flecken und Wolken: hellere oder dunklere Zonen, vor allem auf Grau und Weiß
- Backlight Bleeding: Lichthöfe an den Rändern bei schwarzem Bild in einem abgedunkelten Raum. Ein leichter Schimmer ist bei vielen LCD-Panels normal, deutliche Lichtflecken in den Ecken stören dagegen bei dunklen Filmen und Spielen.
- Ungleichmäßige Helligkeit: Wirkt eine Bildhälfte wärmer oder dunkler, kann die Hintergrundbeleuchtung altern.
Zur Einordnung: Ein einziger Blick reicht für ein Urteil über Bildqualität nicht. COMPUTER BILD kombiniert im Monitortest Messungen von Farbraum, Kontrast, Farbtemperatur und Bewegungsdarstellung mit Sichttests. Im Privatkauf können Sie nicht messen. Sie können aber systematisch vorgehen, und das bringt Sie schon weit.
3. Warmlaufen lassen
Manche Fehler zeigen sich erst nach einigen Minuten Betrieb: Flackern, Farbverschiebungen, ein Bild, das kurz schwarz wird, oder Brummen aus dem Netzteil. Bitten Sie den Verkäufer, den Monitor schon vor Ihrem Eintreffen einzuschalten, oder lassen Sie ihn mindestens zehn Minuten laufen, bevor Sie urteilen.
4. Anschlüsse und Einstellungen
Testen Sie jeden Anschluss, den Sie brauchen, nicht nur irgendeinen. Wackelt das Bild bei leichter Bewegung des Steckers, ist die Buchse ausgeleiert. Öffnen Sie außerdem das Bildschirmmenü (OSD) und prüfen Sie:
- ob alle Tasten reagieren
- ob sich Helligkeit und Kontrast sauber regeln lassen
- ob die Betriebsstunden angezeigt werden (bei manchen Modellen im Service-Menü)
- ob eingebaute Lautsprecher oder USB-Hubs funktionieren, falls angeboten
Am eigenen Rechner sollten Sie in den Anzeigeeinstellungen nachsehen, ob die native Auflösung und die beworbene Bildwiederholrate tatsächlich erreicht werden.
5. Zubehör und Lieferumfang
Fehlen Standfuß, Netzteil oder Kabel, wird der günstige Monitor schnell teurer. Gerade externe Netzteile mit passender Spannung und passendem Stecker sind nicht immer leicht zu bekommen. Fehlt der Fuß, ist das dagegen oft verschmerzbar: Mit einem VESA-kompatiblen Monitorarm oder einer Wandhalterung sitzt der Bildschirm ohnehin ergonomischer. Eine Monitorerhöhung aus Massivholz ist eine weitere Option, wenn der Originalfuß zu niedrig ist und Sie zusätzlich Stauraum für Tastatur oder Unterlagen auf dem Schreibtisch gewinnen wollen.
Online kaufen: Worauf Sie bei Fotos, Beschreibung und Zahlung achten
Online können Sie nicht vorab testen. Umso wichtiger ist, was der Anbieter zeigt und zusagt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt:
- Fotos genau ansehen: Handelt es sich um Originalbilder des konkreten Geräts oder um Symbolbilder des Herstellers? Bei Gebrauchtware zählen nur Bilder des echten Stücks.
- Lieferumfang klären: Steht in der Beschreibung ausdrücklich, ob Fuß, Netzteil und Kabel dabei sind?
- Zustand verstehen: Ist definiert, was „Sehr gut“ oder „Gut“ konkret bedeutet, etwa leichte Kratzer am Gehäuse, aber ein fehlerfreies Panel?
- Garantie und Rückgabe lesen: Wie lange gilt die Gewährleistung, gibt es eine zusätzliche Garantie, und wie läuft eine Rücksendung ab?
- Sicher bezahlen: Von Vorkasse und PayPal „Freunde und Familie“ raten die Verbraucherzentralen bei unbekannten Verkäufern ab. Bezahlarten mit Käuferschutz sind die bessere Wahl.
Prüfen Sie den Monitor nach dem Auspacken direkt mit der Liste oben. Dann wissen Sie noch innerhalb der Widerrufsfrist, ob alles passt. Wie Sie den Widerruf korrekt erklären, steht in unserem Ratgeber zum Widerrufsrecht beim Online-Kauf.
Ihre Rechte: Händler oder Privatverkauf
Der größte Unterschied beim Gebrauchtkauf liegt nicht im Gerät, sondern im Verkäufer. Die folgende Übersicht gilt für Käufe in Deutschland.
| Punkt | Gewerblicher Händler (online) | Privatverkäufer |
|---|---|---|
| Widerrufsrecht | 14 Tage ohne Angabe von Gründen | kein Widerrufsrecht |
| Gewährleistung | gesetzlich 2 Jahre, bei Gebrauchtware auf mindestens 1 Jahr verkürzbar | kann weitgehend ausgeschlossen werden |
| Herstellergarantie | freiwillig, je nach Modell und Restlaufzeit | freiwillig, je nach Modell und Restlaufzeit |
| Zustandsbeschreibung | muss zutreffen, sonst Sachmangel | muss zutreffen, Ausschluss gilt nicht bei Täuschung |
Die Details:
- Widerruf: Kaufen Sie online bei einem gewerblichen Händler, steht Ihnen laut Umtausch-Check der Verbraucherzentrale ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu, auch bei gebrauchter Ware.
- Gewährleistung: Händler haften gesetzlich zwei Jahre für Mängel. Bei gebrauchten Waren darf die Frist nach § 476 BGB auf nicht weniger als ein Jahr verkürzt werden, und das nur, wenn es ausdrücklich und gesondert vereinbart wurde. Ein Satz im Kleingedruckten reicht dafür nicht.
- Privatkauf: Privatpersonen können die Gewährleistung nahezu vollständig ausschließen, ein Widerrufsrecht gibt es nicht. Verschweigt der Verkäufer aber einen bekannten Defekt, schützt ihn der Ausschluss nicht.
- Garantie bei Refurbished-Ware: Wurden nicht originale Ersatzteile verbaut, kann es laut Verbraucherzentrale Probleme mit der Herstellergarantie geben.
Garantie und Gewährleistung werden oft verwechselt. Die Gewährleistung ist Ihr gesetzlicher Anspruch gegen den Verkäufer, die Garantie ein freiwilliges Versprechen, meist vom Hersteller. Den Unterschied erklären wir in Garantie vs. Gewährleistung. Wenn Sie bei einem gebrauchten Monitor einen Mangel entdecken, den Sie rechtlich durchsetzen wollen, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale Ihres Bundeslandes. Sie berät zu Ihrem konkreten Fall.
Ist der Preis fair? So rechnen Sie nach
Eine feste Preistabelle für gebrauchte Monitore gibt es nicht, weil die Neupreise ständig fallen. Gehen Sie deshalb in vier Schritten vor:
- Aktuellen Neupreis ermitteln: Suchen Sie, was dasselbe Modell heute neu kostet oder, wenn es nicht mehr verkauft wird, ein vergleichbares Nachfolgemodell mit gleicher Größe, Auflösung, Paneltyp und Bildwiederholrate. Der Listenpreis von vor drei Jahren ist kein Maßstab.
- Für das Alter abziehen: Ein Monitor, der fünf Jahre im Büro täglich acht Stunden lief, hat eine andere Hintergrundbeleuchtung hinter sich als eine Retoure mit zwei Wochen Nutzung.
- Für den Zustand abziehen: Gehäusekratzer kosten wenig, Panelfehler viel. Ein Pixelfehler mitten im Bild ist ein harter Mangel, ein Kratzer am Fuß eine Schönheitsfrage.
- Absicherung einpreisen: Bietet ein Händler Widerruf und Gewährleistung, darf er etwas mehr verlangen als ein Privatverkäufer ohne beides. Der Unterschied ist das Geld wert, wenn das Panel nach drei Wochen ausfällt.
Liegt ein gebrauchtes Angebot nur knapp unter dem aktuellen Neupreis, ohne Gewährleistung und mit fehlendem Netzteil, lassen Sie es liegen. Wer generell gerne Restposten und Einzelstücke kauft, findet in unserem Beitrag Restposten kaufen: Worauf Sie achten sollten weitere Kriterien, die sich auf Monitore übertragen lassen.
Gebrauchter Gaming-Monitor: Hertz, Reaktionszeit, Größe
Bei Gaming-Monitoren lohnt sich der Gebrauchtkauf besonders, weil viele Spieler regelmäßig aufrüsten und gut erhaltene Geräte abgeben. Dafür kommen ein paar Prüfpunkte hinzu.
Bildwiederholrate
heise hält für den Einstieg ins Gaming 120 Hz, besser 144 Hz, für ratsam. Entscheidend ist, dass Ihre Grafikkarte die Bildrate auch liefert: Ein 240-Hz-Monitor bringt wenig, wenn Ihr Rechner in Ihren Spielen 80 Bilder pro Sekunde schafft. Prüfen Sie beim Test am eigenen PC, ob die volle Hertz-Zahl im Betriebssystem auswählbar ist. Nicht jeder Anschluss und nicht jedes Kabel überträgt hohe Bildraten bei hoher Auflösung. Ein aktuelles DisplayPort-Kabel wie das AmazonBasics DisplayPort-Kabel (8K, 120 Hz) schließt diese Fehlerquelle aus. Hat Ihre Grafikkarte keinen passenden Ausgang, hilft ein Adapter von DisplayPort 1.4 auf HDMI 2.1.
Reaktionszeit
Die Werbeangabe „1 ms“ meint laut heise häufig den MPRT-Wert. Aussagekräftiger ist die GtG-Zeit (Grey-to-Grey), die oft bei 4 ms oder darüber liegt. Vergleichen Sie also gleiche Messmethoden. Im Praxistest lassen Sie ein schnelles Spiel oder einen Bewegungstest im Browser laufen und achten auf Schlieren hinter bewegten Objekten (Ghosting). Ein leichter Nachzieheffekt ist bei vielen Panels normal, deutliche Doppelkonturen nicht.
27 oder 32 Zoll?
Die Größe hängt vor allem vom Sitzabstand und der Auflösung ab:
| Kriterium | 27 Zoll | 32 Zoll |
|---|---|---|
| typische Auflösung | WQHD (2560 × 1440) | 4K (3840 × 2160) oder WQHD |
| Stärke | Übersicht, hohe Bildraten mit Mittelklasse-Grafikkarte | Immersion bei Rollenspielen, Simulationen und Filmen |
| Platzbedarf | passt auf übliche Schreibtische | braucht mehr Tiefe und Abstand |
| Anspruch an die Grafikkarte | moderat | hoch, vor allem in 4K |
Für einen 27-Zoll-Monitor mit 1440p nennt heise einen Betrachtungsabstand von etwa 90 cm als angenehm. Ein 32-Zöller braucht entsprechend mehr Abstand, damit Sie nicht ständig den Kopf bewegen. Für schnelle Shooter bevorzugen viele Spieler deshalb 27 Zoll, für Rollenspiele und Simulationen eher 32. Ein 32-Zöller mit WQHD wirkt aus kurzer Distanz grobkörniger, weil sich dieselbe Pixelzahl auf eine größere Fläche verteilt.
OLED gebraucht?
Gebrauchte OLED-Monitore sind verlockend, verdienen aber einen genaueren Blick. Zeigen Sie ein graues Vollbild und suchen Sie nach schwachen Abbildern von Taskleiste, HUD-Elementen oder Logos (Einbrennen). Fragen Sie nach der Nutzung: Ein OLED, auf dem jahrelang dieselbe Büroanwendung lief, ist ein anderes Risiko als ein Gerät, das nur für Spiele und Filme genutzt wurde.
Wie lange hält ein Monitor noch?
LCD-Monitore halten bei normaler Nutzung meist viele Jahre. Zuerst lässt in der Regel die Hintergrundbeleuchtung nach: Das Bild wird dunkler, das Weiß gelblicher oder ungleichmäßiger. Dazu kommen Netzteile und Elektronikbauteile, die mit dem Alter ausfallen können. Ein gebrauchter Monitor ist deshalb vor allem dann ein Risiko, wenn er sehr alt ist, im Dauerbetrieb lief oder schon beim Test dunkle Ränder und Farbstiche zeigt. Eine Retoure oder ein kaum genutztes Gerät hat dagegen fast die volle Lebensdauer vor sich. Das ist einer der Gründe, warum B-Ware bei Monitoren oft das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet als ein jahrelang genutztes Gerät.
Unsere Sicht: Transparenz schlägt Schnäppchenjagd
Wir prüfen jeden Artikel einzeln, bevor er in unseren Shop kommt, und kennzeichnen seinen Zustand ausdrücklich, von „Neu“ über „Wie neu“, „Sehr gut“ und „Gut“ bis „Defekt“. Diese Arbeit hat uns eines gelehrt: Ein günstiger Preis ist nur dann ein gutes Angebot, wenn Sie genau wissen, was Sie dafür bekommen.

Bei Monitoren heißt das konkret: Fragen Sie bei jedem Angebot, ob das Panel selbst geprüft wurde oder nur das Gehäuse. Fragen Sie, ob Zubehör fehlt und was genau „Gut“ bei diesem Stück bedeutet. Ein Kratzer am Standfuß stört niemanden, ein Pixelfehler in der Bildmitte jeden. Ein ehrlich als „Gut, unvollständig“ gekennzeichneter Artikel ist uns lieber als ein „Top-Zustand“ ohne Erklärung, weil Sie damit eine bewusste Entscheidung treffen können.
Und ein Gedanke, der über den Preis hinausgeht: Jeder Monitor, der ein zweites Leben bekommt, muss nicht neu produziert werden. Für Haushalte, die sparen wollen, und für alle, die weniger wegwerfen möchten, ist ein geprüftes Einzelstück deshalb oft die klügere Wahl als das neueste Modell.
— Clive
Zubehör für Ihren Monitor bei Best-Price-Garant
Im Bereich Technik finden Sie bei uns geprüfte Markenartikel als Einzelstücke, jeweils mit klar gekennzeichnetem Zustand. Rund um den Monitor sind das zum Beispiel ein RFIVER Monitorarm für 13 bis 32 Zoll, eine Suptek Wandhalterung für VESA 200 × 200 oder für das Gaming-Setup eine Trust GXT Gaming-Tastatur mit RGB-Beleuchtung und ein großes Gaming-Mauspad. Sie bezahlen per PayPal, Klarna oder Vorkasse, und ab einem Bestellwert von 55 € liefern wir versandkostenfrei. Da jedes Stück ein Einzelstück ist, lohnt sich ein Blick ins aktuelle Sortiment von Best-Price-Garant.
Häufige Fragen
Lohnt sich ein gebrauchter Monitor überhaupt?
In den meisten Fällen ja, weil Monitore technisch langlebig sind und schnell an Wert verlieren. Am meisten sparen Sie bei B-Ware und Retouren mit wenigen Betriebsstunden. Bei sehr alten Geräten mit nachlassender Hintergrundbeleuchtung oder bei OLEDs mit unbekannter Nutzung lohnt es sich seltener.
Wie viele Pixelfehler sind bei einem gebrauchten Monitor akzeptabel?
Das ist vor allem eine Frage der Position und Ihres Anspruchs. Ein einzelner dunkler Pixel am Rand fällt im Alltag kaum auf, ein leuchtender Pixel in der Bildmitte stört dauerhaft. Steht in der Beschreibung „fehlerfreies Panel“ und Sie finden einen Pixelfehler, ist das ein Mangel, den Sie beim Händler reklamieren können.
Wie viel Hertz braucht ein Gaming-Monitor?
Für den Einstieg sind 120 Hz gut, 144 Hz sind der übliche Standard. Höhere Werte bringen nur etwas, wenn Ihre Grafikkarte entsprechend viele Bilder pro Sekunde liefert. Prüfen Sie nach dem Anschließen, ob die volle Bildwiederholrate im Betriebssystem eingestellt ist.
Kann ich einen online gekauften gebrauchten Monitor zurückgeben?
Bei einem gewerblichen Händler ja: Sie haben 14 Tage Widerrufsrecht, auch bei Gebrauchtware. Bei Privatverkäufen gibt es kein Widerrufsrecht, und die Gewährleistung ist oft ausgeschlossen. Testen Sie das Gerät deshalb direkt nach Erhalt.
Ist ein Monitor ohne Standfuß ein schlechter Kauf?
Nicht unbedingt. Hat der Monitor VESA-Gewinde, montieren Sie ihn an einem Monitorarm oder einer Wandhalterung und sitzen oft sogar ergonomischer. Rechnen Sie die Kosten für die Halterung aber in den Preis ein.
Quellen
- Verbraucherportal Bayern: Refurbished Geräte
- Verbraucherzentrale: Refurbished und Secondhand online kaufen
- Verbraucherzentrale: Umfrage zum Secondhand-Markt für Elektronik
- Verbraucherzentrale: Umtausch-Check
- Verbraucherzentrale: Regeln beim Kaufvertrag
- § 476 BGB auf gesetze-im-internet.de
- ORF help: Refurbished-Geräte
- COMPUTER BILD: So testet COMPUTER BILD Monitore
- heise: Gaming-Monitore, was man vor dem Kauf wissen muss
- heise: Optimaler Abstand zum Monitor
